Autokorso in Kaltenkirchen steht auf dem Plan der Widerständler. Es ist EM und Urlaubszeit; es kommen mehr, als gedacht. Wir haben auch noch Glück mit dem Wetter. Der Platz, auf dem die Kundgebung stattfindet liegt wieder jwd. Nach dem Korso werden wieder Reden gehalten. Warum sie hier sind, wissen die Anwesenden. Ein Redner ist bekümmert, da sich im Supermarkt über die Tore bei der EM geredet wird. Über das was in Kindergärten und Schulen geschieht, wird geschwiegen. Er äußert seine Gedanken zum Thema Frieden, und wie die Welt dieses Ziel erreichen könnte; weiter beklagt er die Toten auf beiden Seiten. Ein weiteres Anliegen hat er mitgebracht. Eine Person aus der Demogruppe ist mit seinen Kräften am Ende. Der Grund dafür ist das Sozialversagen unseres Staates. Einen Musterbrief zur Unterstützung hat er vorbereitet, eine Demo in Verden an der Aller ist angedacht. Eine LkW Fahrerin im Krankenstand ist erzählt fassungslos über die nicht kostendeckenden Fahrten der Sattelzüge, erinnert daran, dass die Bürger diese Kosten beim Einkauf mittragen. Weiter bemängelt sie die Qualität unserer Lebensmittel. Es gibt kaum etwas aus unserem Land zu kaufen. Sie ist seit zwei Jahren aufgrund eines nicht anerkannten Arbeitsunfalles zu Hause. Von der Krankenkasse ausgesteuert, hat sie wiederholt kein Geld erhalten. Unser unsoziales System funktioniert nicht. In ihrer Rede erzählt sie von ihrer kranken Mutter, die in Rente geht. Ihre Wohnung hat zu viele m2 und wird wie geplant von der Regierung, mit Strafgeld belegt. Die Rednerin wird gezwungen sein, zu ihrer Mutter zu ziehen. In absehbarer Zeit wird diese Pflege benötigen. Sie weint. Ich spreche über das Groteske in der Politik, ihr Unruhestiften in der Gesellschaft, das zur Spaltung führt und die Dekadenz der Politiker. Mein Unverständnis äußere ich ähnlich, wie der erste Redner, dass es in unserem Land noch so ruhig ist. Noch haben wir Bürger Einfluss. Das Zeitfenster dafür wird immer kleiner. Die Frage steht im Raum, warum es immer noch so viele Mitläufer gibt, die zu Hause bleiben und das Geschehen in unserem Land akzeptieren gesellschaftlich bleibt es ruhig. Ist es die Angst, die dafür Sorge trägt? Mit Entsetzen habe ich den Vorschlag von Herrn Habeck vernommen, die an Bundestag und Bundesrat vorbei, einen Umweltcheck für neue Gesetze beschließen will. Näheres ist nicht bekannt. Es wird sicherlich nicht um die Papierqualität gehen, auf der die Gesetze verfasst werden. Die Demokratie steht auf dem Spiel. Die Gerechtigkeit stirbt. Ich biete Jedem Zuhörer an, der friedlich ins Tun kommen möchte, wie es mit einem roten Faden funktioniert. Ich bleibe dabei, bis zu meinem letzten Atemzug. Für mich fühlt es sich an, als wenn Menschen ihren Weg verloren haben. In schwierigen Zeiten möchte ich mit Erfahrungen ein Licht sein. Ein Zündholz müsst ihr nicht mitbringen. Ich brenne an beiden Seiten.
Die Stadtschreiberin